Was steckt dahinter?
Als ob die Wechseljahre mit all ihren herausfordernden Momenten nicht schon oft genug schwierig wären. Der Körper, das Empfinden und vielfach auch der Alltag werden dabei ganz schön auf den Kopf gestellt. Diese Jahre sind für die meisten Frauen extrem verändernd. Und das soll nicht wertend klingen. Absinkende Hormone machen einfach etwas mit unserem Körper, und dessen muss man sich bewusst sein.
Frauen im Wandel
So wie es war, wird es vermutlich nicht mehr weitergehen. Frauen in den Wechseljahren neigen dazu, nach einer anfangs irritierenden Phase diese neue Lebensweise anzunehmen, sich neue Ziele zu setzen und sich selbst neu zu erfinden. Das sind regelrechte Transformationsprozesse, die für das Umfeld manchmal etwas herausfordernd sein können.
Was für Frauen jedoch meist die größte Herausforderung darstellt, sind nicht die inneren Veränderungen, sondern die äußeren. Nicht nur Haut und Haare ändern sich, plötzlich kommt auch noch das ein oder andere Pfund obendrauf. Obwohl sich doch gar nichts verändert hat! Wie kann das sein?
Die größte aller Herausforderungen in den Wechseljahren
Was uns Frauen leider kaum jemand sagt: Ab den Wechseljahren benötigt der Körper eine andere Ernährung. Um es kurz zu machen: deutlich weniger Kohlenhydrate, deutlich mehr Ballaststoffe und deutlich mehr Proteine. Und wenn wir schon dabei sind: Kraftsport ist ebenfalls ein Muss. Die Wechseljahre verändern einfach alles.
Hormone im Fokus: Östradiol und Insulin
Doch was steckt da jetzt wirklich dahinter? Zum einen liegt das Problem bei den Hormonen – insbesondere beim Zusammenspiel von Östradiol und Insulin. Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels sinkt auch die Insulinempfindlichkeit, was bedeutet, dass die Körperzellen weniger effizient auf Insulin reagieren. Das führt dazu, dass Zucker, sprich Kohlenhydrate, einfach nicht mehr so gut verwertet werden wie früher. Dadurch wird die Fettspeicherung gefördert, was die Gewichtsregulation erschwert.
Empfehlungen zur Ernährungsanpassung
Was die Ernährung angeht, ist es ratsam, Kohlenhydrate zu reduzieren und stattdessen auf eine ausgewogene Ernährung zu setzen. Ballaststoffe, Ballaststoffe, Ballaststoffe. So lautet das Geheimnis in den Wechseljahren. Dazu helfen gute Proteine, den Muskelanteil zu halten und den Stoffwechsel anzukurbeln.
Was die Hormone und das Wohlbefinden angeht, sollte man ab einem gewissen Leidensdruck auf jeden Fall genauer hinschauen.
Kraftsport und Bewegung
Kraftsport sollte ebenfalls Teil der neuen Routine werden. Der Aufbau von Muskelmasse ist entscheidend, da Muskeln einen höheren Kalorienverbrauch haben, auch im Ruhezustand. Darüber hinaus unterstützt Kraftsport die Produktion von Testosteron, einem sehr wichtigen Hormon – nicht nur, wenn es um die Libido geht. Insbesondere bei der Fettverteilung hat dieses Hormon einiges beizutragen. Bei Männern wie bei Frauen.
Wechseljahre sind sicher nicht ganz einfach, aber sie stellen eine gute Herausforderung dar, sich selbst komplett neu zu erfinden und vor allem: richtig kennenzulernen!