Unsere Vorgehensweise bei Schilddrüsenunterfunktionen
Viele Menschen leiden heute unter vielfältigen gesundheitlichen Beschwerden, die häufig miteinander verknüpft sind und die Lebensqualität erheblich einschränken. Oft können Betroffene ihre Beschwerden nicht richtig einordnen. So entsteht nicht selten eine Odyssee durch verschiedene medizinische Fachbereiche und Gesundheitseinrichtungen.
Viele versuchen, sich selbst, ihren Körper und all ihre Beschwerden irgendeinem medizinischen Fachbereich zuzuordnen, um endlich eine Diagnose und die erhoffte Hilfe zu erhalten. Doch oft bleibt dieser Wunsch unerfüllt.
Hier ein kleiner Einblick, mit welchen Beschwerden Patientinnen und Patienten zu uns kommen:
Schilddrüsenerkrankungen, Hashimoto-Thyreoiditis und typische Probleme mit der L-Thyroxin-Therapie
Schilddrüsenerkrankungen stellen häufig komplexe Herausforderungen dar, die stets eine individuelle Behandlung erfordern. Viele Patientinnen und Patienten suchen nach Alternativen zur L-Thyroxin-Therapie. Allerdings gibt es nur wenige Alternativen – insbesondere keine pflanzlichen. Für Veganerinnen und Veganer gestaltet sich die Situation daher oft schwieriger.
Eines sollte dabei klar sein: Unser Körper benötigt eine ausreichende Versorgung mit Schilddrüsenhormonen. Wenn die Schilddrüse durch Entzündungsschübe so stark geschädigt ist, dass sie zunehmend kleiner wird, kann sie nicht mehr ausreichend Hormone produzieren. Der Organismus wird früher oder später unter den Folgen dieses Hormonmangels leiden. Zudem können sich dadurch auch andere hormonelle Bereiche verschieben, was vielen Betroffenen nicht bewusst ist.
Tierischer Extrakt als Alternative
Pflanzliche Alternativen gibt es nicht, und auch homöopathische Mittel sind in diesem Fall nicht das Mittel der Wahl. Homöopathie ist eine Regulationstherapie – bei einem echten Hormonmangel sollte jedoch ausgeglichen und nicht reguliert werden.
Somit bleibt in der Praxis häufig die Empfehlung zu natürlichen Schilddrüsenextrakten. Diese stammen vom Schwein oder Rind und sind eine sehr alte Therapieform, die nach wie vor gerne unterstützend eingesetzt wird.
Die richtige Vorgehensweise
Dabei wird L-Thyroxin nicht einfach gegen NDT ausgetauscht. Vielmehr prüfe ich individuell, welche Therapie für Sie die beste ist. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, NDT und L-Thyroxin zu kombinieren oder in bestimmten Fällen auch nur eine Notfalltherapie einzusetzen.
Entscheidend ist zu verstehen, dass die Frage, welcher Hormonersatz in welcher Form und Dosierung eingesetzt wird, nicht allein von persönlichen Vorlieben abhängt. Vielmehr muss die Therapie genau zu Ihrem individuellen Beschwerdebild passen.
Hierbei spielen auch andere Bereiche eine wesentliche Rolle – etwa das Nervensystem, die Geschlechtshormone und die psychische Steuerung des Menschen.
Es gibt bestimmte Kontraindikationen, bei denen NDT niemals eingesetzt werden sollte. In solchen Fällen gibt es jedoch andere Wege und gute Lösungen.