Mit unseren Gedanken formen wir unsere eigene Welt. Erlebt wird das, was gedacht wird. Ein Gedanke, über den es sich lohnt nachzudenken.
Katastrophen selbst initiiert
Menschen sind Meister darin, sofort eine Katastrophe kommen zu sehen. Ein vertrautes Szenario: Eine sehr vertraute Person antwortet mehrere Stunden nicht auf eine Nachricht. Sofort schießen Gedanken durch den Kopf wie „Bestimmt ist etwas passiert“, „Ich bin der Person wohl nicht wichtig“ oder „Immer wird man ignoriert“. Dass die Person vielleicht einfach nur beschäftigt ist, kommt einem dabei oft gar nicht in den Sinn.
Dieses Denkmuster ist fest verankert. Der Mensch ist auf Negatives beziehungsweise auf Gefahren programmiert, denn diese müssen schnell erkannt werden. Und so bleibt von zehn Situationen oft genau die eine negative im Kopf hängen. Die anderen neun positiven werden gerne weggeschoben.
Es liegt also nicht an mangelnder Stärke, und niemand ist deshalb gleich ein Pessimist – sondern einfach nur Mensch! Und dennoch liegt es in der eigenen Hand, wie stark dieses Muster einschränkt. Denn je mehr Zeit mit dieser negativen Grundhaltung verbracht wird, desto stärker richtet sich der Fokus auf genau die Dinge, die diese Haltung bestätigen.
Der Confirmation Bias: Wie das Gehirn austrickst
Hier kommt ein psychologisches Phänomen ins Spiel, das als Confirmation Bias bekannt ist. Das Gehirn sucht unbewusst nach Bestätigung für das, was ohnehin schon geglaubt wird. Wird ständig gedacht „Ich werde immer übersehen“, „Immer passiert mir so etwas“ oder „Alle wollen mir etwas Böses“, richtet sich die Aufmerksamkeit automatisch stärker auf Situationen, die genau diese Gedanken bestätigen.
Das Tückische daran: Meistens wird das gar nicht bemerkt. Es fühlt sich einfach wie die Wahrheit an – dabei ist es nur ein selbstverstärkender Kreislauf.
Übrigens: Genauso würde es funktionieren, wenn der Fokus auf Positives gerichtet würde. Plötzlich fallen positive Dinge stärker auf. Denn dorthin, wohin der Fokus gerichtet wird, fließt auch die Energie!
Der Ausstieg: Dinge annehmen, wie sie sind
Ein guter Anfang ist, Dinge einfach so zu nehmen, wie sie kommen. Nicht alles sofort zerdenken und zu viel hineininterpretieren.
Es lohnt sich, sich bewusst mit positiven Gedanken zu umgeben. Das mag für manche etwas spirituell klingen, ein Versuch ist es trotzdem wert. Der Tag kann morgens mit Vorfreude begonnen werden, anstatt sofort an den stressigen Job, die nervigen Termine oder herausfordernde Kolleginnen und Kollegen zu denken.
Die Erkenntnis, dass die Verantwortung für die eigenen Gedanken bei einem selbst liegt, ist entscheidend. Und es lässt sich mitbestimmen, mit welcher Energie und Haltung die eigene Zeit auf dieser Erde verbracht wird.
Pipi Langstrumpf und was wir von ihr lernen dürfen
Vom typischen Satz aus Pipi Langstrumpf „Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt“ können wir alle viel lernen! anstatt angespannt und voller Sorge durch den Tag zu gehen könnte man den Fokus auf die schönen Dinge des Lebens, die uns gut tun und uns beruhigen legen. Der Tag bleibt der gleiche.
Auch darüber darf mal nachgedacht werden 🙂